Sicherheit
US-Justizministerium klagt drei Personen wegen mutmaßlichen 129-Mio.-$-Betrugs an, bei dem KI CEOs und Anwälte imitierte; Auslieferung offen
US-Staatsanwälte klagen drei Ausländer wegen mutmaßlichen 129-Mio.-$-Betrugs an, bei dem KI CEOs und Anwälte imitierte. Unschuldsvermutung; Auslieferung offen.
Drei Personen sind angeklagt, nicht verurteilt, und alles Folgende sind Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Laut Berichten über die Anklage des Southern District of New York sollen Jacob Soall, Sharon Hazan und Guy Sheetrit von Juli 2024 bis Februar 2026 ein Schema betrieben haben, bei dem KI Firmenchefs und Anwälte großer Kanzleien imitierte; rund 129 Millionen Dollar seien erbeutet worden. Für alle drei gilt die Unschuldsvermutung.
Das Wesentliche
- Die Vorwürfe: Verschwörung zum Überweisungsbetrug, Überweisungsbetrug, schwerer Identitätsdiebstahl, Verschwörung zur Geldwäsche und Geldwäsche. Gemeldete Höchststrafen reichen bis 20 Jahre für Betrug und Geldwäsche.
- Die mutmaßliche Methode: eine E-Mail an einen Buchhaltungsmitarbeiter im Namen des CEO, dann ein Anruf, in dem KI die Stimme und teils das Bild des CEO imitiert haben soll, dann die Weiterleitung an einen falschen Anwalt mit Überweisungsanweisungen.
- Das Geld: Laut Anklage wurden die Gelder in Kryptowährung umgewandelt und verteilt. Berichte nennen rund 129 Millionen Dollar oder mehr.
- Stand des Falls: Soall und Hazan sollen zwischen Juni und September in Spanien, Sheetrit in Großbritannien festgenommen worden sein; US-Auslieferungsersuchen sind anhängig.
Wer sind die Angeklagten?
Berichte beschreiben Soall (41), Hazan (54) und Sheetrit (42) als Ausländer mit Bezug zu Spanien, Großbritannien, Israel und den VAE. Die Anklage wirft Soall vor, sich meist als britischer Anwalt mit einem Anrufskript ausgegeben zu haben. Hazan wurde laut Presse 2008 wegen Verschwörung zum Bankbetrug verurteilt und soll mit der Wäsche von über 400 Millionen Dollar geprahlt haben. Das sind Vorwürfe oder frühere Vorgänge, keine Feststellungen in diesem Fall.
Wer waren die mutmaßlichen Opfer?
Genannt werden Krankenhaussysteme in Missouri und Kalifornien, eine Bank in Rhode Island, ein britisches Fintech, eine Fondsgesellschaft in Massachusetts und ein Tiernahrungsunternehmen in Florida. Die Zahlen weichen ab: Ein Bericht nennt Tausende anvisierte Firmen, ein anderer sieben Opfer. Wir konnten das nicht in Einklang bringen.
Was sagen die Angeklagten?
Die Anwälte von Soall und Sheetrit antworteten nicht auf Anfragen, und es ist unklar, ob Hazan einen Anwalt hat. Die Akte soll weiter unter Verschluss stehen.
Was nicht belegt ist
- Ob die Angeklagten schuldig sind: Vor Gericht ist nichts bewiesen.
- Ob Stimme oder Bild tatsächlich per KI imitiert wurden: Das ist die Darstellung der Anklage.
- Wie viele Firmen tatsächlich geschädigt wurden: Berichte weichen ab (sieben genannt gegenüber Tausenden anvisierten).
- Ob und wann die Auslieferung gelingt: Die Ersuchen sind anhängig.
Übersichtstabelle
| Punkt | Was Stand 6. November 2026 behauptet wird | Quelle |
|---|---|---|
| Angeklagte | Jacob Soall, Sharon Hazan, Guy Sheetrit | CBS News, SecurityWeek |
| Mutmaßlicher Zeitraum | Juli 2024 bis Februar 2026 | CBS News |
| Mutmaßlicher Schaden | Rund 129 Millionen Dollar oder mehr | NBC News, CBS News |
| Festnahmen | Spanien (zwei), Großbritannien (einer); Auslieferung offen | NBC News, SecurityWeek |
| Reaktion der Verteidigung | Zwei Anwälte ohne Antwort; Akte unter Verschluss | NBC News |
FAQ
Sind sie verurteilt?
Nein. Sie sind angeklagt, es gilt die Unschuldsvermutung. Ein Prozess hat nicht stattgefunden.
Sind die Angeklagten in den USA?
Laut Berichten wurden sie in Spanien und Großbritannien festgenommen, US-Auslieferungsersuchen sind anhängig.
Wurde wirklich KI eingesetzt?
Das ist der Vorwurf der Anklage: KI soll in Anrufen Stimmen und teils Bilder von Führungskräften imitiert haben.
Methode und Grenzen
Quellen am 6. November 2026 geprüft. Weder die Anklageschrift noch die Mitteilung des Justizministeriums lasen wir selbst; wir stützten uns auf CBS, NBC, SecurityWeek und Fox 2. Opferzahlen weichen zwischen Berichten ab. Dies ist keine Rechtsberatung.
Quellen
- NBC News: 3 foreign nationals allegedly used AI to mimic CEOs in $129M scheme, DOJ says (geprüft am 2026-11-06)
- CBS News: Three charged with using AI to steal $129 million from companies by impersonating executives and lawyers (geprüft am 2026-11-06)
- SecurityWeek: 3 Charged in Scheme to Use AI to Impersonate CEOs and Attorneys to Steal $129 Million (geprüft am 2026-11-06)
- FOX 2 Detroit: Three accused of using AI to impersonate CEOs in fraud scheme (geprüft am 2026-11-06)
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