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Postman hat seine Plugins ungefragt in Claude Code und Codex eingetragen, Copilot kommt in JetBrains Air, OpenAI baut Git für seine Agenten neu: der Überblick vom 4. November

Ein Postman-Update schrieb Plugins und einen selbst freigegebenen Hook in Claude Code und Codex, Copilot kommt in JetBrains Air, OpenAI stellt Pando vor und Drax plant ein Rechenzentrum für über 20 Mrd. £.

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Vier Themen für alle, die mit Coding-Agenten arbeiten: eine Warnung, wer die Konfiguration Ihres Agenten ändern darf, ein neuer Ort für Copilot, ein Git-Backend für die Pushes von Agenten und ein großes Rechenzentrumsprojekt in Großbritannien.

Die Postman-App hat selbstständig Agenten-Plugins installiert

Ein GitHub-Issue, eröffnet am 25. Oktober und am 2. und 3. November breit geteilt, berichtet, dass die Desktop-App von Postman (Version 12.33.4 unter macOS) Postman-Plugins in Claude Code und Codex installiert hat, ohne dass jemand danach gefragt hätte (Issue Nr. 14370). Der Autor zitiert das Postman-Log vom 24. Oktober: einen Schritt auto-existing-upgrade mit den Ergebnissen claude-code:installed und codex:installed.

Laut Issue hat das Update mehrere Dateien verändert:

Was Entwickler beunruhigt, ist das Vertrauen in den Hook. Die README des Postman-Plugins sagt es offen: Bei Codex „genehmigt die Installation auch Postmans Session-Start-Hook“, ohne „separate Abfrage“ (README von postman-plugin). Derselbe Installer richtet Antigravity, Claude Code, Codex, GitHub Copilot CLI, Cursor, Factory Droid, Kimi Code, OpenCode und Pi ein. Im Thread meldet ein Nutzer dieselbe Installation nach einem Update von 12.31.3 auf 12.35.1 am 3. November, ein anderer fand einen Postman-Eintrag in ~/.copilot/settings.json.

Am 3. November erklärt eine im Namen von Postman verfasste Antwort, CLI und Plugins würden mit der App ausgeliefert, „weil viele Nutzer Probleme hatten, sie separat zu installieren und einzurichten“; das stehe auf der Download-Seite und im Update-Ablauf. Postman werde „das Opt-in klarer machen, besonders für bestehende Nutzer“, und prüfe die Hook-Freigabe. GitHub zeigt dieses Konto nicht als öffentliches Mitglied der Postman-Organisation; bis zu einer offiziellen Stellungnahme von Postman gilt das als unbestätigt.

Was zu prüfen ist: die genannten Dateien, dann npx @postman/postman-plugin status, um zu sehen, was installiert ist, und npx @postman/postman-plugin remove, um es aus allen erkannten Agenten zu entfernen, wie in der README beschrieben.

GitHub Copilot wird zum Agenten in JetBrains Air

GitHub hat am 3. November angekündigt, dass GitHub Copilot in JetBrains Air verfügbar ist, dem Agenten-Arbeitsbereich von JetBrains, über das Agent Client Protocol (ACP) (GitHub-Changelog). Man wählt GitHub Copilot in Airs Agentenauswahl mit dem bestehenden Copilot-Abo, verfolgt mehrere Agentensitzungen parallel und prüft die Änderungen direkt neben dem Code.

Cloud-Aufgaben laufen über Air Teams und werden auf den Copilot-Plan gebucht, nicht auf JetBrains-AI-Credits. Nötig sind ein JetBrains-Konto in einer Business-Organisation mit Air Teams, ein Copilot-Abo und ein Administrator, der Copilot freischaltet. Laut GitHub läuft jede Cloud-Aufgabe in einem Docker-Container auf einer frischen virtuellen Maschine, der gesamte Verkehr geht über einen Proxy, und zwischen den Aufgaben bleibt kein Zustand erhalten.

Pando: OpenAI hat wegen Codex sein Git-Backend neu gebaut

In einem Beitrag vom 2. November stellt OpenAI Pando vor, ein neues Git-kompatibles Backend, auf dem inzwischen die gesamte Entwicklung im Monorepo läuft (OpenAI). Der Grund ist Codex: mehr parallele Arbeit bedeutet mehr Branches, Pushes und Fetches, und OpenAI zufolge lag die Zuverlässigkeit vor der Umstellung zeitweise unter 90 %.

Die Zahlen von OpenAI:

Pando verzichtet auf Konsistenz über das ganze Repository: Jeder Branch wird für sich aktualisiert, gespeicherte Packfiles werden über Fetches hinweg wiederverwendet. Ingenieure und Agenten nutzen weiter git push und git fetch. Pando ist nicht Open Source; OpenAI gibt an, Verbesserungen an Git zurückzuspielen (vor allem rund um packfile-uri), und „prüft Wege, die Technik“ mit seinen Nutzern zu teilen.

Drax und Brookfield planen ein britisches Rechenzentrum für über 20 Mrd. £

Drax, Brookfield, dessen britische Plattform Radiant und das katarische Unternehmen Qai haben am 3. November eine Partnerschaft angekündigt, um am Kraftwerk Drax in North Yorkshire Rechenzentrumskapazität im Gigawatt-Maßstab zu bauen (Drax). Brookfield schätzt, dass die Gesamtinvestition „potenziell 20 Mrd. £ übersteigen“ könnte, davon 2,5 Mrd. £ für die erste Phase. Phase 1 zielt auf bis zu 100 MW ab dem ersten Quartal 2028, angestrebt sind 500 MW zwischen 2028 und 2031. Der Standort hat 4 GW Netzanschluss. Mit einem Kunden ist noch nichts unterschrieben: Die erste Phase hängt von Bau-, Regulierungs- und Netzgenehmigungen ab und davon, einen Mieter zu finden.

Was man sich merken sollte

Quellen

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