Sicherheit
IBM und AT&T in veröffentlichter Whistleblower-Klage beschuldigt, APT10-Einbrüche vor der US-Regierung verborgen zu haben; IBM: DOJ griff nicht ein
Ein früherer IBM-Chef für Bedrohungsanalyse wirft IBM und AT&T vor, APT10-Einbrüche verborgen zu haben. IBM bestreitet es; kein Gericht hat entschieden.
Das ist keine neue Entwicklung: Die Klage wurde Anfang Juni 2026 freigegeben, die Berichterstattung stammt vom 4. und 5. Juni. William Barlow, früherer Leiter der Bedrohungsanalyse bei IBM, wirft in einer 2020 unter Siegel eingereichten Klage nach dem False Claims Act vor, IBM und AT&T hätten Einbrüche, auch der China-nahen Gruppe APT10, nicht offengelegt und Bundeskunden zugesichert, ihre Systeme seien sicher. IBM bestreitet das und verweist darauf, dass das Justizministerium (DOJ) nicht eingriff. Die Vorwürfe sind ungeprüft: Kein Gericht hat entschieden, und wir fanden bis zum 7. November keine neuere Entscheidung.
Das Wesentliche
- Der Kläger: William Barlow, der 2017 bis 2019 die Bedrohungsanalyse bei IBM leitete, laut GovInfoSecurity. Der Fall ist vor einem Bundesgericht in Manhattan anhängig.
- Die Vorwürfe: Five-Eyes-Behörden hätten IBM 2017 gewarnt, APT10 sei in die Cloud eingedrungen, und eine interne Prüfung habe mehr als 56.000 mögliche Einbrüche zwischen 2013 und 2016 gezählt. Manches ließ sich mangels Protokollen nicht untersuchen.
- Die Antwort: IBMs Sprecher ging nicht auf Einzelheiten ein. Er sagte, die Klage sei sechs Jahre alt, das DOJ sei nicht eingeschritten und IBM sei zuversichtlich, buchstabengetreu das Gesetz befolgt zu haben. AT&T antwortete nicht.
- Die Einschränkung: Der Verzicht auf ein Eingreifen sagt nichts darüber, ob die Klage begründet ist, wie Barlows Anwalt in der auf Bloomberg beruhenden Berichterstattung anmerkte.
Was wird bei den Verträgen konkret vorgeworfen?
Die Klage sagt, IBM habe Vorfälle heruntergespielt oder verschwiegen, bevor es Regierungsvereinbarungen unterzeichnete, die die Bestätigung verlangten, keine erheblichen ungelösten Cybersicherheitsprobleme zu haben, und habe sein Netz bei Ausschreibungen weiter als sicher dargestellt. Zudem sollen Führungskräfte Barlow aufgefordert haben, Berichte abzuschwächen. Das sind Behauptungen in einem Schriftsatz, keine Feststellungen.
Was bedeuten die 56.000?
Medien beschreiben die Zahl als Indikatoren oder mögliche Einbrüche, die eine interne Untersuchung APT10 zuschrieb, nicht als bestätigte Intrusionen. Die Klage sagt laut Berichten, keines der Unternehmen habe gewusst, welche Daten entwendet wurden oder ob sie das Netz verließen. Die DOJ-Anklage gegen zwei APT10-Mitglieder von 2018 ist ein getrennter Fall.
Was nicht belegt ist
- Ob die Einbrüche wie beschrieben stattfanden: nicht belegt; keine Gerichtsentscheidung.
- Warum das DOJ nicht eingriff: Gerichtsakten erklären es nicht, laut auf Bloomberg beruhenden Berichten.
- Welche Daten, falls überhaupt, aus IBM- oder AT&T-Systemen abflossen: Die Klage sagt, das sei unbekannt.
- Entwicklungen seit Juni: Wir fanden bis zum 7. November 2026 keine.
Übersichtstabelle
| Punkt | Was Stand 7. November 2026 behauptet wird | Quelle |
|---|---|---|
| Fall | False-Claims-Act-Klage 2020 unter Siegel eingereicht, im Juni 2026 freigegeben | GovInfoSecurity |
| Kläger | William Barlow, früherer IBM-Leiter der Bedrohungsanalyse (2017 bis 2019) | GovInfoSecurity |
| Kernvorwurf | IBM und AT&T hätten Einbrüche, auch von APT10, vor der Regierung verborgen | Security Boulevard |
| IBMs Antwort | Klage sechs Jahre alt; DOJ griff nicht ein; Gesetz befolgt | Claims Journal |
| Stand | Anhängig vor einem Bundesgericht in New York; Vorwürfe ungeprüft | GovInfoSecurity |
FAQ
Hat ein Gericht IBM schuldig gesprochen?
Nein. Der Fall läuft, die Vorwürfe sind ungeprüft.
Entlastet das Nichteingreifen des DOJ IBM?
Nein. Eine solche Entscheidung sagt nichts über die Begründetheit der Klage.
Ist das im November neu?
Nein. Sie wurde Anfang Juni 2026 freigegeben und berichtet; wir fanden keine spätere Entscheidung.
Methode und Grenzen
Quellen am 7. November 2026 geprüft. Den Artikel von GovInfoSecurity lasen wir; die von Security Boulevard und Claims Journal als Suchauszüge, und Bloombergs Originalbericht lasen wir nicht direkt. Alle Aussagen zu IBM und AT&T sind Vorwürfe. Dies ist keine Rechts- oder Sicherheitsberatung.
Quellen
- GovInfoSecurity: Ex-Threat Intel Exec Accuses IBM and AT&T of Hiding Hacks (geprüft am 2026-11-07)
- Security Boulevard: IBM and AT&T Accused of Covering Up Foreign Hacks (geprüft am 2026-11-07)
- Claims Journal: IBM, AT&T Accused by Whistleblower of Covering Up Foreign Hacks (geprüft am 2026-11-07)
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